Blitzlicht KW 03 – Von Spitzelei bis Note Mangelhaft im wissenschaftlichen Arbeiten

Auch in Woche 03 ist wieder einiges passiert, was spannende Fragen aufwirft.

LKA- Spitzel an der Uni Heidelberg

Als Student muss man sich offenbar nicht nur vor gefährlichem Mensaessen in Acht nehmen, sondern auch vor seinen Mitstudenten. Denn wie sich diese Woche herausstellte, kann sich selbst der beliebteste und umgänglichste Kommilitone als jemand ganz anderes herausstellen – als Spitzel des LKA im Forschungsfeld „Linke Szene“.

Das wirft Fragen auf:  Von wem würde ich Spitzelei am wenigsten erwarten? Ist der Zeitungspromoter vor der Universität wirklich nur zum Abos verkaufen da? Warum lächelt die Sushifrau immer so wissend, wenn ich hereinkomme? Und warum hing mein Referatspartner so aufmerksam an meinen Lippen?

Mehr zum Thema: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,740202,00.html

Bezug zur Stadt schlägt andere Faktoren bei der Studienortwahl

Nun ist es amtlich: angehende Studenten lassen sich bei der Wahl ihres Studienortes und der entsprechenden Fakultät weniger von Rankings und anderen harten Fakten beeinflussen als von ihrer persönlichen Bindung zur gewählten Stadt. Das legt doch Nahe, dass auch in Zeiten eines arbeitsintensiven Bachelors das soziale Umfeld für Studenten eine entscheidende Rolle spielt – und nicht nur hypothetische Karrierechancen in der Zukunft. Das finden wir von Studieren Online klasse!

Mehr zum Thema: http://nachrichten.lvz-online.de/leipzig/bildung/hhl-studie-stadt-ist-entscheidend-fuer-die-wahl-der-hochschule/r-bildung-a-70302.html

Note Mangelhaft in der Disziplin Wissenschaftliches Arbeiten? – Kritik am Vorgehen Sarrazins

Erst jetzt in den Fokus der Medien geraten ist die Forschungsarbeit Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand: Ein empirischer Gegenentwurf zentraler Thesen Thilo Sarrazins mit Bezug auf Muslime in Deutschland entstanden unter der Projektleitung von Dr. Naika Foroutan und Dr. Isabel Schäfer. In dieser kritisiert das Forscherteam die Thesenentwicklung Thilo Sarrazins keineswegs höchst wissenschaftlich ist, da sie essentielle Studienergebnisse außer Acht lasse, sondern empfindet diese als „Katalysator deutscher Befindlichkeiten“ (Fazit S. 57).

Unter dem Betrachtungswinkel wissenschaftliches Arbeiten ist sicher für jeden, der Thilo Sarrazins Buch bereits gelesen und sich eine Meinung dazu gebildet hat, interessant, nun das Buch mit dem Gegenentwurf der Berliner Wissenschaftler zu vergleichen. Und sich dann die Frage zu stellen wer hat recht? Hat Sarrazin unsauber gearbeitet? Oder gibt es einfach immer unterschiedliche Betrachtungswinkel? Wer lässt alle Studien, die er findet, in seine Forschungsarbeiten einfließen?

Mehr zum Thema: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1098734 und weiterführend die Forschungsarbeit Hybride europäisch-muslimische Identitätsmodelle, erreichbar unter http://www.heymat.hu-berlin.de/

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Blitzlicht KW 02 – Käßmann ist zurück, Liebe macht doof und Jim Knopf an der Uni weckt Kindheitserinnerungen

In Woche 02 geht es um die Rückkehr von Margot Käßmann, um Experimente, die beweisen, dass Liebe blind macht und um Universitätsseminare, die uns in unsere frühe Jugend zurückentführen.

Margot Käßmann besetzt neue Gastprofessur in Bochum

Margot Käßmann, frühere Vorsitzende des EKD-Rates, hielt diese Woche ihre Antrittsvorlesung als Gastprofessorin an der Bochumer Ruhr-Universität. Ein Jahr lang wird sie sich nun an der Universität mit dem Bereich Ökumene und Sozialethik beschäftigen.
Mehr zum Thema: http://www.sueddeutsche.de/karriere/antrittsvorlesung-in-bochum-margot-kaessmann-die-angespannte-professorin-1.1045744

Jim Knopf goes University

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf beschäftigt sich im Wintersemester 2011 intensiv mit dem Autoren Michael Ende und seinem Werk. Hauptteil dieses Engagements ist ein Symposium von 3 Tagen Dauer mit unterschiedlichen Bestandteilen wie Beiträgen von Wissenschaftlern und Studenten aber auch konkreten Seminaren.

Wirft man einen Blick auf die Webseite des Instituts http://www.ende.phil-fak.uni-duesseldorf.de/, kann man eindeutig erkennen, dass Universität nicht immer nur aus Fakten bestehen muss – die Liebe zum Forschungsthema springt einen direkt an. Wir von Studieren Online fühlen uns jedenfalls sofort in die Kindheit zurückkatapultiert.

Mehr zum Thema: http://nachrichten.rp-online.de/regional/uni-forscht-ueber-michael-ende-1.326689

Wir wussten es schon immer: Liebe macht doof

Endlich ist es bewiesen: Was als Liebe macht blind, rosarote Brille und ähnliches schon immer durch unsere Köpfe schwirrte, bekommt nun einen Unterbau mit Fakten. Zumindest was Meerschweinchen betrifft. Studienleiter Ivo Machatsche von der Universität Wien berichtet, dass diejenigen Meerschweinchen, die sich in einer Paarbeziehung befanden einen deutlich höheren Kortisolspiegel aufwiesen als die Single-Schweinchen. Kortisol ist maßgeblich für Stress verantwortlich.
Dies führt offenbar dazu, dass die Singles im Futter-Suche-Test im Labyrinth deutlich besser abschnitten. Ob sich diese Erkenntnis aber nur auf frisch verliebte Meersäue bezieht oder auch für längere Partnerschaften gilt, ist noch nicht erforscht.

Mehr zum Thema: http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/evolution/biologie-liebe-macht-wirklich-blind_aid_589834.html

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Blitzlicht KW 01 – Kritisches Praktikum, erste Frau als Universitätspräsident und Eltern als Orgawunder

Zum Jahresbeginn in Woche 01 geht es um Studenten, die sich in ihrer Doppelrolle als Eltern beweisen, um die Berufung von Dr. Ulrike Beisigel als Universitätspräsidentin in Göttingen und um den Streit der Universität Potsdam mit Ronny Zasowk.

Kritisches Praktikum: Muss die Universität Potsdam NPD-Praktikum anerkennen?

Ronny Zasowk, gleichzeitig Student der Politikwissenschaft und stellvertretender Vorsitzender der NPD Brandenburg liegt im Streit mit der Universität Potsdam. Diese will sein Praktikum in der NPD-Bundeszentrale nicht anerkennen da es im Widerspruch zum Brandenburger Hochschulgesetz stehe.
Diese Position fügt sich in das Bild jüngster Entscheidungen von Universitäten wie der Uni Greifswald, sich gehen Rechts zu positionieren. Auch die Studentenschaft nimmt durch die Studentenvertreter eine klare Position gegen die Anerkennung ein. Zasowk hat beim Verwaltungsgericht Klage eingereicht, weil er ohne diese keinen Abschluss erlangen kann.

Mehr zum Thema: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,738319,00.html

Prof. Dr. Ulrike Beisiegel erste Universitätspräsidentin in Göttingen

Nach 26 Jahren Karriere am Universitätsklinikum Eppendorf wird Prof. Dr. Ulrike Beisiegel erste weibliche Präsidentin der Universität Göttingen.

Mehr zum Thema: http://www.bild.de/BILD/regional/hannover/dpa/2011/01/04/600-gaeste-feiern-erste-weibliche-unipraesidentin.html   und http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article1745878/Es-geht-immer-oefter-nur-ums-Geld.html

Schlüsselqualifikation Organisationstalent: Studentische Eltern

Diese Zahl hat Studieren Online verblüfft: 94.500 Studenten waren im Sommersemester 2009 als Studierende mit Kind an deutschen Hochschulen immatrikuliert.  Um so verwunderlicher, wenn man sich überlegt, wieviel Organisationstalent ein übliches Studium schon erfordert: da müssen Universitäten mit verstreuten Gebäuden Seminare so ausgewählt werden, dass man den Weg vom einen Teil der Stadt auch rechtzeitig in den anderen schafft, Bücher rechtzeitig bestellt werden, etc – und meistens noch gearbeitet.
Beim Studium mit Kind kommt aber ein weiterer, zeitintensiver Faktor hinzu, der mit Sicherheit viel unkalkulierbarer ist, als die üblichen studentischen Problemchen: Das Kind. SO zieht den Hut vor den vielen Studenten und Studentinnen, die diesen Spagat mit hoher Organisationsfähigkeit meistern.

Mehr zum Thema: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1091007

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